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Von der Theorie in die Praxis

Studierende des Bachelorstudiengangs Bildung und Förderung in der Kindheit an der SRH Hochschule für Gesundheit setzen spannende Projekte in die Tat um.

Foto: Aus dem Projekt "Mit Pferden lernen"

Die Studiengänge an der SRH Hochschule für Gesundheit zeichnen sich durch individuelles Coaching und einen engen Praxisbezug aus. Vor allem in Praxisprojekten setzen sich Studierende der einzelnen Studiengänge intensiv mit unterschiedlichen Praxisbeispielen auseinander, um dadurch einen direkten Einblick in ihr späteres Berufsfeld zu erhalten. So auch im Bachelorstudiengang Bildung und Förderung in der Kindheit.

„Die Projekte entstehen dabei oft aus ganz einfachen Ereignissen: Ein Kind stellt eine spannende Frage oder äußert sein Interesse an Pferden, ein Kind versteht nicht wie es mit Emotionen umgehen soll oder zeigt nicht genügend Selbstbewusstsein“, so Prof. Dr. Anne Henning, Studiengangsleiterin im Bachelorstudiengang Bildung und Förderung in der Kindheit. Die Welt mit Kinderaugen sehen, dabei ihr Selbstbewusstsein stärken und mehr über Emotionen zu erfahren, aber auch gleichzeitig die Eltern dabei unterstützen, ihre Kleinsten besser zu verstehen – damit setzen sich eben diese Projektideen auseinander. 

Auch im vergangenen Sommersemester haben Studierende des Bachelorstudiengangs Bildung und Förderung in der Kindheit verschiedene Projektideen in die Tat umgesetzt. Zusätzlich befasste sich eine Projektgruppe mit der Frage: Studium und dann? Hierbei wurde eine Befragung unter den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Interdisziplinäre Frühförderung“ durchgeführt.

Folgende kurze Beschreibungen der einzelnen Projekte zeigen die Vielfältigkeit sowie die einzelnen Erkenntnisse:


„Studium und dann …?“ - Eine Befragung der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Interdisziplinäre Frühförderung“ (Cosima Höfer & Ina Finger, BFK WS 15/16)

Zwei Studentinnen des Bachelorstudiengangs „Bildung und Förderung in der Kindheit“ führten im Sommersemester 2017 eine Online-Befragung zur rückblickenden Zufriedenheit sowie dem beruflichen Werdegang der Absolventen und Absolventinnen der Jahrgänge 2010 bis 2016 des Studiengangs „Interdisziplinäre Frühförderung“ durch (Rücklaufquote: 40 %). Rückblickend gaben 90 % der Alumni an, zufrieden bis vollkommen zufrieden mit ihrem Studium an der SRH Hochschule in Gera zu sein. Grund hierfür waren insbesondere praxisnahe Vorlesungen, qualifizierte und erfahrende Dozenten, ein respektvoller und persönlicher Umgang sowie kleine Studierendengruppen. Ein Drittel gab an, nach dem Abschluss ein weiteres Studium angeschlossen zu haben. Von denjenigen, die nach dem Studium eine Beschäftigung aufgenommen haben, haben zwei Drittel sofort eine Stelle antreten können. Zum Zeitpunkt der Befragung waren 41 % in der Frühförderung tätig, 29 % in einer Kindertagesstätte angestellt und die restlichen 30 % waren in Zentren für Autismus oder in der ambulanten Kinder- und Jugendhilfe tätig. Auf die Frage, welche weiteren Studieninhalte sich die Alumni noch für die spätere Praxis gewünscht hätten, wurden viele Inhalte genannt, die bei der Überarbeitung des Modulhandbuchs für den aktuellen Studiengang „Bildung und Förderung in der Kindheit“ schon Eingang gefunden haben.


„Mit Pferden lernen“ – Ein Projekt für Vorschulkinder (Jennifer Klopp, Luisa Opitz & Laura Sprigade, BFK WS 15/16)

Defizite in der Körperkoordination und der körperlichen Leistungsfähigkeit von Kindern nehmen eklatant zu. Um dem entgegen zu wirken, entwickelten drei Studentinnen des Bachelorstudiengangs „Bildung und Förderung in der Kindheit“ das Projekt „Mit Pferden lernen“, welches sie im Sommer 2017 in einem Kindergarten mit 9 Vorschulkindern an drei Tagen durchführten. Das Projekt möchte Kindern den sicheren Umgang mit dem Pferd vermitteln, das Selbstwertgefühl sowie die Konzentration stärken und somit auch einigen Defiziten der heutigen Gesellschaft entgegen wirken. Der Umgang mit dem Pferd leistet einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Ganz selbstverständlich lernen Kinder vom Partner Pferd soziale Kompetenzen wie bspw. Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen, Führungsstärke und strukturiertes Handeln. Rücksichtnahme, Verantwortungsgefühl und Selbstkritik sind ebenfalls Eigenschaften, die gerade im Umgang mit Pferden entwickelt und gelernt werden. Die Inhalte des Projekts zielen auf ein altersgerechtes und spannendes Angebot für Vorschulkinder ab. Der Umgang mit dem Pferd sowie die Gleichgewichts- und Vertrauensübungen auf dem Pferd bieten ein umfassendes Bewegungsspektrum.


„Meine Gefühle und deine Gefühle“ – Ein Projekt zum Erkennen und Verstehen von Emotionen (Lisa Elwert, Natalie Fleißner & Lisa Pischke, BFK WS 15/16)

Emotionswissen und die Fähigkeit, die eigenen Emotionen angemessen zu regulieren, sind eine zentrale Voraussetzung für die Ausbildung sozialer Kompetenzen und tragen zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung bei. Um Kindern einen konstruktiven Umgang mit Emotionen aufzuzeigen, führten drei Studentinnen des Bachelorstudiengangs „Bildung und Förderung in der Kindheit“ im Sommer 2017 mit 13 Vorschulkindern an sechs Tagen ein Projekt zum Erkennen und Verstehen von Emotionen in einer Geraer Kindertagesstätte durch. Das Projekt ermöglichte den Kindern, die Basisemotionen Freude, Trauer, Angst und Wut spielerisch zu erleben und eine angemessene Reflexion zu erlernen. Die Kinder erforschten bspw. anhand einer Körperskizze, wo und wie sich im Körper eine Emotion zeigt, stellten mit einem Wutorchester den Verlauf der Emotion Wut dar und überlegten gemeinsam, was sie tun könnten, wenn sie Angst haben. Eine Testung am ersten Projekttag ergab, dass insbesondere das Erkennen und Verstehen der Emotionen Trauer und Wut für die Hälfte der Kinder schwierig war. Bei einer zweiten Testung am letzten Projekttag konnten dahingegen fast alle Kinder den Ausdruck und typische auslösende Situationen der jeweiligen Emotion richtig zuordnen.


„Klettern mit Kindern - Mir selbst und anderen vertrauen“ (Julia Bauer & Nicole Horn, BFK WS 15/16)

Im Klettersport müssen Kinder sowohl für sich selbst als auch für andere Verantwortung übernehmen. Auch erfordert das Klettern ein hohes Maß an Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen. Die Erfahrung, sich selbst und anderen zu vertrauen um eigene Grenzen zu erspüren und diese zu überwinden, führt zu einer Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls. Dieses war das primäre Ziel des Projekts „Klettern mit Kindern“, welches zwei Studentinnen des Bachelorstudiengangs „Bildung und Förderung in der Kindheit“ an einem Tag im Sommer 2017 in einer Geraer Kindertagesstätte mit Kindern im Alter zwischen 4 und 6 Jahren durchführten. Die Mehrheit der teilnehmenden Kinder hatte keine Klettererfahrung. Eine Beobachtung der Kinder während des Kletterns sowie eine Befragung vor und nach dem Klettern zeigten, dass auch die Kinder, die während des Kletterns ängstlich waren und Ermutigung benötigten, nach der Klettererfahrung stolz auf sich waren und angaben, bei einem nächsten Versuch noch höher klettern zu wollen. Dieses Projekt zeigt, dass der Erlebnissport kein Privileg für „Supersportler“ ist sondern dass auch Kinder ohne Vorerfahrungen Spaß am Klettern haben und Erfolge erleben.

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Diana Hirsch

Diana Troll

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