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Professorin mit Erasmus+ in Finnland

Prof. Dr. habil. Claudia Wahn an Partnerhochschule Åbo Akademi University Turku.

Prof. Dr. habil. Claudia Wahn, Studiengangsleiterin Logopädie, B. Sc., Professorin für Logopädische Therapiewissenschaften; Koordinatorin Erasmus+, verbrachte vor Kurzem einige Zeit an einer Universität in Finnland. Von ihren Erfahrungen berichtet Sie uns in einem kurzen Interview.

Finnland ist ein landschaftlich und kulturell sehr vielfältiges Land. Seit wann stehen Sie über Erasmus+ mit der Partnerhochschule Åbo Akademi University Turku in Kontakt?

Wie ist dieser Kontakt entstanden? Der Kontakt ist aus einem Forschungsprojekt zu Lese-Rechtschreibstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen einer international angelegten Vergleichsstudie entstanden und besteht schon seit 2006. Seitdem sind auch andere Themen hinzugekommen, wie z.B. die Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit, die eine große Bedeutung in den skandinavischen Ländern besitzt.

Welche Unterrichts- und Forschungsschwerpunkte lagen auf Ihrem Besuch an der Åbo Akademi University Turku?

Ich hatte einen Kurs auf Bachelor- und Masterniveau zum Themenbereich *Fremdsprachenerwerb, Fremdsprachendidaktik und Zweitspracherwerb*, in dem ich neue Entwicklungen vorgestellt habe. Den Themenbereich der Zweisprachigkeit fokussieren wir in der Erasmus-Lehre seit gut drei Jahren und ich versuche parallel immer auch aus einem Forschungsprojekt zu berichten bzw. die Lehre damit zu verbinden. Letzteres mündet als zentrales Ergebnis in einer Monographie, die gerade erscheint.

Titel: Zweisprachigkeit und das semantische Lexikon – Gezielte, sprachspezifische Förderung und Therapie in der KiTa und Grundschule. Frankfurt am Main (Peter Lang GmbH. Internationaler Verlag der Wissenschaften. Edition) 2019

Was wird Ihnen aus der Lehre besonders in Erinnerung bleiben bzw. worin lagen die besonderen Herausforderungen?

Die besonderen Herausforderungen lagen auf zwei Ebenen. Erstens müssen in einem Kurs, der sowohl für Bachelor- als auch für Masterniveau gilt, beide Niveaus gleichermaßen bedient werden. Ein solcher Kurs darf also nicht zu unterfordernd und auch nicht zu überfordernd sein. Zweitens müssen immer interkulturelle Besonderheiten berücksichtigt werden, da die ST aus Finnland mit schwedischem Hintergrund, aus Russland und auch Deutschland (Erasmus-ST) stammten. Wir waren also eine spannende interkulturelle Mischung mit verschiedenen sprachlichen Hintergründen auf verschiedenen Sprachniveaus.

Was unterscheidet die Lehre in Deutschland von der in Finnland? Unterscheiden sich die Studierenden?

Stereotypen mit Blick auf unterschiedliche Länder gibt es keine, aber vielleicht lassen sich andere didaktische Zugänge der Länder im Vergleich ausmachen. Erfolgt die Hochschullehre in Deutschland sehr in Einordnung in Theorien, Modelle etc. und wird dann an Beispielen exemplarisch, scheint es in Finnland umgekehrt. Ein anderer Wissenszugang eben. Auch unterscheidet sich das Verhalten wissenschaftliche Diskurse zu führen, das tief im jeweiligen Land und seiner Kultur verankert ist. Diese Erfahrung hat sicherlich jeder Wissenschaftler schon einmal gemacht, der auf internationalen Symposien, Fachtagungen oder Kongressen war. Hier ist der Rahmen nur ein anderer. Neben Ihrer Tätigkeit in der Lehre und Forschung sind Sie auch Koordinatorin für das Erasmus+-Programm.

Welche Herausforderungen müssen Sie in diesem Amt bewältigen?

Das gibt es wirklich viele Herausforderungen: das stetig neue Antrags- und Finanzmanagement für unsere Hochschule, die Verwaltung des Bestehenden, die Organisation der jeweiligen Studierendenmobilitäten (Auslandsstudium und Auslandspraktikum; hier mit wertvoller Unterstützung einer unserer wiss. MA‘) sowie der Mobilitäten für das HS-Personal (Gastdozenturen/ Lehre im Ausland oder Fort- und Weiterbildung im Ausland) und die Akquise von neuen und für uns interessanten Kooperationspartnern in Europa (Universitäten und Hochschulen). Ein besonderes Anliegen, das ich beständig verfolge, ist jedoch der Ausbau der Internationalisierungsstrategie für unsere Hochschule, die Lehre und Forschung gleichermaßen betrifft.

Welche Motivation Ihrerseits steht hinter dem Projekt Erasmus+ an unserer Hochschule voranzubringen?

Lebenslanges Lernen ist für Studium, Beruf und auch die Zeit danach ein wichtiges und zentrales Konzept im Bildungs- und auch Gesundheitsbereich. Jeder Studierender, jeder Lehrende und jeder, der mit tertiärer Bildung zu tun hat, sollte regelmäßig über „den eigenen Tellerrand hinaussehen“, um sich weiterentwickeln und neue Impulse weitergeben zu können. Gleichzeitig sind die eigenen Erfahrungen von unschätzbarem persönlichem Wert.

Sollten Studierende oder MitarbeiterInnen Interesse an einem Erasmus+-Programm haben, wie können sich InteressentInnen bei Ihnen melden?

Gern. Wir betreiben HS- intern eine Aufteilung: So können sich Studierende bei Frau Bernadette Straßer (aktuell i.V. für Frau Julia König) melden und interessestiertes HS-Personal gern bei mir. Alle wichtigen Informationen dazu finden sich auf unserer Homepage.

Wir danken Ihnen für Ihre Zeit und das Teilen Ihrer Erfahrungen.

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Unser Kontakt

Claudia Wahn

Prof. Dr. habil. Claudia Wahn

Studiengangsleiterin

Logopädie, B. Sc. &
Gesundes Altern und Gerontologie M. A.,
Professorin für Logopädische Therapiewissenschaften;
Koordinatorin Erasmus+
E-Mail: claudia.wahn@srh.de
Campus Karlsruhe
Telefon +49 721 35453-30 E-Mail schreiben