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Neue Publikation zum Thema Adipositas

Franziska Jung, Mitglied der Forschungsnachwuchsgruppe der SRH Hochschule für Gesundheit, publiziert mit weiteren Autoren eine Studie zum Thema: „Einfluss von gewichtsbezogener Diskriminierung, Körperbild-Unzufriedenheit und Selbststigma auf den Wunsch, weniger zu wiegen.“

Nachwuchsgruppe: v.l. F. Jung, N. Weinberger, M. Bernard, Prof. Dr. Luck-Sikorski

Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob die Selbststigmatisierung, Erfahrungen gewichtsbezogener Diskriminierung sowie ein negatives Körperbild mit einem ausgeprägten oder drastischen Gewichtsreduktionswunsch einhergeht. Die Forschungsgruppe der SRH Hochschule für Gesundheit nahm an, dass Personen, die Erfahrungen mit gewichtsbezogener Diskriminierung gemacht haben, extremere Ziele des Gewichtsverlusts verfolgen.

Hierzu wurden insgesamt 878 Personen mit Adipositas in einer repräsentativen Telefonbefragung über ihre Erfahrungen mit gewichtsbezogener Diskriminierung, Selbst-Stigma, Wahrnehmung des eigenen Körperbildes und ihres Wunschgewichts befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Personen im Schnitt 20 kg abnehmen wollen (entsprach einer Körpergewichtsreduktion von 19%). Zusätzlich dazu konnte ein negativer Einfluss von Diskriminierung, Internalisierung und Körperbild-Unzufriedenheit auf Gewichtsverlustvorstellungen nachgewiesen werden. Je mehr Diskriminierung berichtet wurde, je mehr Stigmatisierung verinnerlicht wurde und je unzufriedener die Befragten mit ihrem Körperbild sind, desto mehr Gewicht möchten sie abnehmen.

Teilnehmer konservativer Programme erreichen im Schnitt einen Gewichtsverlust von 5-10% des Ausgangsgewichts - ein Wert, der auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird. Wenn aber gesellschaftliche Ausgrenzung zum Motivator für höheren Gewichtsverlust wird, könnten Betroffene zu riskanten und ungünstigen Abnehm-Methoden greifen oder Stresssituationen das psychische Leid noch verstärken - mit weitreichenden Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden. Für Behandler ist es daher enorm wichtig, die Motivation und Zielvorstellungen der Patienten umfassend mit zu erfragen, um dem vorzubeugen. Psychoedukation und Aufklärung zu möglichen Gesundheitsrisiken bei zu schneller oder zu drastischer Gewichtsabnahme sollten ebenfalls Teil der Beratung durch das Gesundheitspersonal sein, um eine erfolgreiche Versorgung von Patienten mit Adipositas zu garantieren.

Die Nachwuchsforschungsgruppe der SRH Hochschule für Gesundheit Gera forscht aktuell in vier verschiedenen Projekten zu den Themen Adipositas und Diabetes.  


Gesamter Artikel zur Studie: Impact of Weight-Related Discrimination, Body Dissatisfaction and Self-Stigma on the Desire to Weigh Less

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Diana Hirsch

Diana Hirsch

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