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Ist bei Adipositas mehr Aufklärung für bariatrische Operationen nötig?

Franziska Jung, Nachwuchsforschungsgruppe der SRH Hochschule für Gesundheit, publizierte gemeinsam mit Prof. Dr. Christine Stroh, Ärztin im SRH Wald-Klinikum Gera, einen Artikel zum Thema: "Bariatrische Operationen - Meinungen der deutschen Bevölkerung".

Jung et al.: Bariatrische Operationen - Meinungen der deutschen Bevölkerung

Die Prävalenz von Adipositas ist weltweit und in Deutschland in den letzten Jahren drastisch angestiegen. Zur Behandlung der Adipositas bestehen verschiedene Möglichkeiten. Neben einer konservativen Ernährungstherapie und einer pharmakologischen Behandlung stellen bariatrische Operationen, wie Magenverkleinerungen, eine erfolgsbringende Behandlungsmethode dar. Bei einer ersten Meinungsumfrage, die auf Daten von 2011 basiert (Sikorski et al., 2013), zeigte sich eine skeptische und vorsichtige Haltung in der deutschen Bevölkerung gegenüber diesen Operationen.

Fünf Jahre später wurde nun in einer Folgestudie des IFB Adipositas Leipzig, in Kooperation mit dem SRH Wald-Klinikum Gera, die Entwicklung der Einstellung zu bariatrischen Operationen evaluiert.

Anhand einer repräsentativen Stichprobe von 1007 Personen wurden durch computerunterstützte Telefon-Interviews verschiedene Meinungsparameter erfasst. Diese Parameter umfassten: Gründe für Adipositas, die Public Health Relevanz, die Verantwortlichkeit für Adipositas und sechs verschiedene Interventionsmaßnahmen (weniger essen, mehr bewegen, psychologische Intervention, bariatrische Operation, pharmakologische Intervention, Selbsthilfe durch das Internet).

Die Interventionsmaßnahmen „weniger essen“, „psychologische Intervention“ und „bariatrische Operation“ wurden im Vergleich zu den Angaben von vor fünf Jahren als weniger effektiv erachtet. Die Einstellung zu Sport und pharmakologischen Interventionen hat sich im Verlauf der Jahre nicht geändert. Hingegen gestiegen ist die Empfehlung für die „Selbsthilfe durch das Internet“.

Fraglich erscheint, warum das Vertrauen in bariatrische Operationen in der Follow-Up-Periode abgenommen hat, obwohl sich die chirurgischen Methoden verbessert haben und die Anzahl spezialisierter chirurgischer Zentren gestiegen ist. Eine mögliche Begründung liegt in der medial übersteigerten Darstellung der Folgen einer bariatrischen Operation.

Folglich sollten die Gründe für Adipositas und die Vorteile einer bariatrischen Operation besser an die Bevölkerung weitergetragen werden. Ein erfolgsversprechendes Medium könnten soziale Plattformen im Internet sein. 

Unser Kontakt

Diana Hirsch

Diana Troll

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