Diese Website nutzt Cookies. Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um Funktionen der Website zu gewährleisten. Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Wenn Sie auf „Ich bin damit einverstanden“ klicken, dann werden sowohl die technisch notwendigen Cookies gespeichert, als auch die Cookies zu Informationen über das Benutzerverhalten. Wenn Sie jedoch auf „Ablehnen“ klicken, dann speichern wir nur die technisch notwendigen Cookies. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Datenschutzseite.

News Detail

Forschung

Internationaler Austausch über Neuromodulationen in Las Vegas

Prof. Dr. habil. Michael Kretzschmar besuchte die 23. Jahrestagung der Nordamerikanischen Gesellschaft für Neuromodulation.

Neuromodulationen, auch „Schmerzschrittmacher“ genannt, sind eine erfolgsversprechende Variante der Behandlung von PatientInnen wenn Medikamente nicht mehr anschlagen. Vom 23. bis 26. Januar 2020 fand im „Caesars Palace“ in Las Vegas (Nevada, USA) die 23. Jahrestagung der Nordamerikanischen Gesellschaft für Neuromodulation (NANS) statt. Das NANS 2020-Treffen bot Prof. Dr. habil. Michael Kretschmar, Professor für Versorgungsforschung an der SRH Hochschule für Gesundheit, die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit internationalen KollegInnen, Vorträge zum neuesten Stand der Technik und Beiträge zu kommenden Fortschritten bei der sich rasch entwickelnden Technologie der Neuromodulation. Weiterhin bot das Treffen natürlich die Möglichkeit zur beruflichen Weiterbildung von MedizinerInnen und TechnikerInnen zur Thematik. Die NANS fördert die multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen KlinikerInnen, WissenschaftlerInnen, IngenieurInnen u. a., um die Neuromodulation durch Ausbildung, Forschung, Innovation und Interessenvertretung voranzubringen. Durch diese Bemühungen versucht die Fachgesellschaft die höchste Qualität der Patientenversorgung zu fördern und voranzutreiben. Die NANS ist die weltweit größte nationale Fachgesellschaft zur Neuromodulation mit über 1600 Mitgliedern in den USA.

Das Motto der 23. Jahrestagung der NANS lautete “Driving Innovation through Science and Evidence”. In den letzten Jahren haben wissenschaftliche Fortschritte und neue Forschungen neue umfängliche Hinweise für neue Indikationen in der Neuromodulation hervorgebracht. Neue Erkenntnisse über die Mechanismen und Wirkungen der Neuromodulation haben diese Innovationen vorangetrieben. Inmitten eines scheinbar nicht enden wollenden Stroms neuer Informationen kann es sich als schwierig erweisen, die individuell beste Therapie für den einzelnen Patienten zu finden. Das Programm hatte das Ziel, dem Anwender diese Auswahl zu erleichtern und dabei die neuesten Innovationen vorzustellen, um aktuelle wissenschaftlichen Erkenntnisse und die technischen Innovationen in den Dienst der betroffenen PatientInnen zu stellen. Die Plenarsitzungen umfassten eine breite Palette von Themen, die auf die Umsetzung von Innovationen in Ergebnisse abzielen. Zu den Themen gehörten eine Diskussion über die Selektionskriterien, den Nutzen und die Ethik; die Bedeutung des Placebo-Effekts in der täglichen Praxis; eine kritische Bewertung der verfügbaren Daten und des Wertes von RCTs (randomized controlled trials), retrospektiven Studien und Registerdaten und schließlich die Frage, wie diese Daten und Innovationen die Patientenversorgung beeinflussen. Diese Sitzungen wurden am Samstag mit der Hauptrednerin des Kongresses, Dr. Linda Watkins, abgeschlossen, die den translationalen Ansatz zum Verständnis der Rolle nicht-neuronaler Zellen bei Neuromodulation und Schmerz diskutierte.

In den Parallel-Sitzungen zu Einzelthemen wurden entscheidende Entwicklungen in der Neuromodulation behandelt. Mehrere Sitzungen gaben einem tieferen Einblick in die Grundlagenforschung, die als treibende Kraft hinter der jüngsten Renaissance der Neuromodulation steht. Auch der Einfluss von psychischen Gesundheitsstörungen auf chronische Schmerzen und die Neuromodulation, der zunehmende Opioid-Fehlgebrauch in der Schmerzmedizin, die neue Rolle der interventionellen Verfahren bei der Therapie verschiedener Kopfschmerzformen sowie die Fortschritte der Radiofrequenztherapie fanden Beachtung. Die thematisch geordneten „Oral Abstract Sessions“ ergänzten das umfängliche Programm um zahlreiche neuste Befunde der Grundlagenforschung, der klinisch-angewandten und der Versorgungsforschung. „Somit erhielten BesucherInnen während der Kongresstage ein umfangreiches und hochaktuelles Bild zum gegenwärtigen Stand der Neuromodulation. Dafür ist den „Machern“ der perfekt organisierten Veranstaltung ausdrücklich zu danken“, betont Prof. Dr. habil. Michael Kretschmar.

Praxisnahe Forschung wissenschaftlich fundiert zu vermitteln – diesen Anspruch hat die SRH Hochschule für Gesundheit. Durch die regelmäßige Teilnahme von ProfessorInnen und MitarbeiterInnen an wissenschaftlichen Konferenzen wie dieser, sichert die Gesundheitshochschule Qualität und Wissensaktualität ab.

Unser Kontakt

Prof. Dr. habil. Michael Kretzschmar

Professor

für Versorgungsforschung
Campus Gera
Telefon +49 365 77340-0 E-Mail schreiben