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Forschung

Internationale Veröffentlichung

Bachelorarbeit der SRH Hochschule für Gesundheit zum Thema: „Wie verbreitet ist krankhaft gesundes Essverhalten in der Bevölkerung“ wird in internationalen Journals veröffentlicht.

Wenn Menschen sich unverhältnismäßig stark mit den Auswirkungen ihrer Nahrungsaufnahme auf ihre Gesundheit auseinandersetzen kann dies schnell problematisch werden. Die Betroffenen leiden dann große Ängste und Sorgen in Hinblick auf ihre Gesundheit und entwickeln oftmals einen enormen Leidensdruck und ziehen sich nicht selten auch sozial zurück. Dieser verhältnismäßig neue Bereich der Essstörungen nennen Experten Orhorexie. Die Bedeutung und Auswirkungen werden derzeit auch unter Wissenschaftlern kritisch diskutiert.

Kürzlich veröffentlicht Prof. Dr. habil. Claudia Luck-Sikorski, Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Psychische Gesundheit und Psychotherapie und Forschungsbeauftragte an der SRH Hochschule für Gesundheit einen Artikel zur Häufigkeit von orthorektischen Verhaltensweisen innerhalb der deutschen Bevölkerung. Unterstützt wurde sie dabei von Franziska Jung, M. Sc., Mitarbeiterin der Forschungsnachwuchsgruppe des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) Leipzig an der Gesundheitshochschule der SRH und einer ehemaligen Studierenden des Bachelorstudiengangs Gesundheitspsychologie, Katharina Schlosser, B. Sc. sowie von Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller von der Universität Leipzig. Die Arbeit entstand aus Frau Schlossers Bachelorarbeit im Studiengang Gesundheitspsychologie.

Bereits veröffentlichte Daten verschiedener Studien zur Verbreitung von Orthorexie gehen weit auseinander. Daher war das Ziel mit einer großen, repräsentativen Studie verlässliche Informationen zur Verbreitung des Störungsbildes zu dokumentieren. Hierfür wurde eine Telefonumfrage mit 1007 Probanden durchgeführt. Bei 6,9% der Befragten konnte die Störung mit der "Düsseldorfer Orthorexie-Skala" festgestellt werden. Weitere Bedingungsfaktoren von Orthorexie wurden ebenfalls untersucht. So ist die Verbreitung der Verhaltensweisen unter Vegetariern überdurchschnittlich hoch. Ein geringerer Bildungsstand und Depression sind ebenfalls mit mehr orthorektischen Verhaltensweisen assoziiert. Bemerkenswert ist auch, dass keinerlei Alters- oder Geschlechtsunterschiede zu verzeichnen waren: Entgegen der landläufigen Meinung, dass also vor allem Frauen sich mit gesunder Ernährung beschäftigen, scheint das Thema auch für Männer relevant zu sein.

Die Resultate der Studie zeigen, dass Orthorexie mit hohen Belastungen und auch depressiver Symptomatik verbunden ist. Derzeit wird viel debattiert, ab wann die Beschäftigung mit gesunder Ernährung klinisch relevant wird, weshalb neue, offiziell anerkannte Diagnoseinstrumente notwendig sind. Weitere Studien, auch an der SRH Hochschule für Gesundheit sind hierzu geplant. 


Den vollständigen Artikel finden Sie unter: Luck-Sikorski, C., Jung, F., Schlosser, K. et al. Eat Weight Disord (2018). doi.org/10.1007/s40519-018-0502-5 (e-first) (IF: 1.784)

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