Cookies sind für die korrekte Funktionsweise einer Website wichtig. Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewisse Funktionen der Webseite zu gewährleisten. Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern. Klicken Sie auf „Ich bin damit einverstanden“, um Cookies zu akzeptieren. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Datenschutzseite.

News Detail

Forschung

Beteiligung auf internationalen Kongress

Prof. Dr. habil. Jan Mehrholz, Studiengangsleiter im Masterstudiengang Neurorehabilitation an der SRH Hochschule für Gesundheit als Hauptredner auf dem Weltkongress des Weltverbands der Physiotherapeuten 2019 in Genf.

Bild: Vorlesung von Prof. Dr. habil Jan Mehrholz

Prof. Dr. habil. Jan Mehrholz ist als einziger deutscher Teilnehmer auf den Weltkongress des Weltverbands der Physiotherapeuten 2019 in Genf eingeladen, dort einen der Hauptvorträge zu halten. Er ist Professor für Physiotherapie an der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera, Thüringen, wo er einen Masterstudiengang zum Thema Neurorehabilitation leitet.

Das Symposium mit dem Titel “Maximize the effectiveness of robot-assisted gait training after stroke” fasst die Evidenz zum Thema Apparate- und roboterunterstützte Trainingsverfahren zur Verbesserung des Gehens nach Schlaganfall zusammen und stellt dar, welche Aspekte die Wirksamkeit dieser Verfahren beeinflussen.

Apparate- und roboterunterstützte Trainingsverfahren zum (Wieder-)Erlernen des Gehens nach Schlaganfall werden zunehmend in Rehabilitationszentren als Teil der Therapie eingesetzt. Physiotherapeuten sollten daher die Möglichkeiten und Grenzen dieser Verfahren kennen. Sie müssen auch den Unterschied in Effektivität und Auswirkungen zwischen konventionellen Verfahren und den neuen Ansätzen reflektieren, um gegebenenfalls ihre Therapiepläne zu verändern.

Diese Verfahren entstammen den Erkenntnissen zur Neuroplastizität. Forschungsarbeiten konnten zeigen, dass das Gehirn stetiger Veränderung unterworfen ist. Früher ging man dagegen davon aus, dass nach einem schädigenden Ereignis, wie dem Schlaganfall, Funktionen nur substituiert, also durch Hilfsmittel ersetzt, werden können. Heute weiß man, dass mit gezielter Unterstützung (zum Beispiel durch Apparate- und roboterunterstützte Trainingsverfahren) diese wieder aufgebaut werden können.

Zusammen mit seinen internationalen Kollegen, stellt Prof. Mehrholz eigene Forschungsarbeiten zum Thema vor. In seiner Cochrane Literaturübersichtsarbeit mit Meta-Analyse, Netzwerk-Meta-Analyse und Meta-Regression, stellt er die Ergebnisse der bisher verfügbaren randomisiert-kontrollierten Studien zum Thema dar. Die Übersichtarbeit zeigt vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Effektivität der Apparate- und roboterunterstützte Trainingsverfahren 1. So kann in der Kombination mit Physiotherapie mehr Patienten geholfen werden, wieder eigenständig zu gehen, als wenn diese Trainingsverfahren nicht zum Einsatz kommen. Klinische Beispiele zeigen auch, dass sich die Gehgeschwindigkeit und -Strecken positiv verändern – ebenso wie grundsätzliche Aktivitäten des täglichen Lebens und soziale Teilhabe.

Trotzdem passt die Therapiemethode nicht für jeden Patienten: Physiotherapie sollte immer an den individuellen Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet werden. Wie die Effektivität der Apparate- und roboterunterstützte Trainingsverfahren weiter verbessert werden kann, wird im Symposium um Prof. Mehrholz diskutiert. Weitere Informationen zum Kongress entnehmen Sie bitte der Webseite des Weltverbands der Physiotherapeuten: https://www.wcpt.org/wcpt2019/programme/speakers/speaker-111 

Prof. Mehrholz1 Publikation finden Sie hier mit einer deutschen Zusammenfassung: http://www.cochrane.org/de/CD006185/automatisierte-trainingsverfahren-zur-verbesserung-des-gehens-nach-schlaganfall 


1Mehrholz J, Thomas S, Werner C, Kugler J, Pohl M, Elsner B. Electromechanical-assisted training for walking after stroke. Cochrane Database Syst Rev. 2017 May 10;5:CD006185

Unser Kontakt

Diana Hirsch

Diana Troll

Hochschulverwaltung

Leiterin Marketing
E-Mail: diana.troll@srh.de
Telefon +49 365 773407-62
Telefax +49 365 773407-77
E-Mail schreiben