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Alkoholerkrankungen frühzeitig erkennen

Studenten der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera und der Universität Halle erforschen den Erfolg hausärztlicher Suchtprävention.

Studenten der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera und der Universität Halle erforschen den Erfolg hausärztlicher Suchtprävention.

Gera, 09.07.2015

Ein Feierabendbier oder ein Glas Wein zum Essen - für viele Menschen gehört Alkohol zum täglichen Leben dazu. Dabei versterben in Deutschland jährlich 74.000 Menschen an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Zusätzlich zu gesundheitlichen Schäden lassen sich psychosoziale Probleme wie Erwerbsunfähigkeit oder sozialer Abstieg auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückführen. Derzeit gibt es in Deutschland 9,5 Millionen Menschen mit einem riskanten Alkoholkonsum. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland beim Verbrauch von Alkohol auf Platz fünf.

Damit riskanter Alkoholkonsum rechtzeitig erkannt und behandelt werden kann, haben die SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein gemeinsames Forschungsprojekt gestartet. Dieses wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Im Fokus steht die Prävention, die von Hausärzten geleistet werden kann, aber selten tatsächlich erfolgt. Viele Mediziner verzichten bislang darauf, einen speziell entwickelten Fragebogen anzuwenden, der Trinkmenge und psychosoziale Merkmale von Patienten erhebt.

Warum sich dieses hausärztliche Präventionskonzept nicht durchgesetzt hat, erforscht eine Studentengruppe um Prof. Dr. Thomas Fankhänel, Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Gesundheitspsychologie an der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera. Ziel der Studie ist die Untersuchung zentraler Barrieren gegen die Durchführung hausärztlicher Maßnahmen zur Suchtprävention wie Zeitmangel, Überlastung oder ungenügendes Problembewusstsein auf Seiten betroffener Patienten. Hierzu werden 200 Hausärzte in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch Fragebögen befragt. In Kooperation mit dem Fachbereich Allgemeinmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sollen auf den Untersuchungsergebnissen aufbauend neue Ansätze für eine funktionierende hausärztliche Suchtprävention entwickelt werden. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Erste Studienergebnisse werden für Herbst 2015 erwartet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert schon lange den systematischen Einsatz von Maßnahmen zur hausärztlichen Suchtprävention. Sie soll bei Patienten mit riskantem Alkoholkonsum bewirken, dass die Trinkmenge reduziert wird. Empfohlen sind laut WHO maximal 12 Gramm Reinalkohol pro Tag bei Frauen und 24 Gramm Reinalkohol pro Tag bei Männern. Zum Vergleich: Ein halber Liter Bier enthält rund 20 Gramm reinen Alkohol.

Die Forschung nimmt an der SRH Fachhochschule für Gesundheit Gera eine zentrale Bedeutung ein. Studenten werden frühzeitig eingebunden, um ihr theoretisch-wissenschaftliches Know-how in der Praxis anwenden zu können.

Unser Kontakt

Diana Hirsch

Diana Troll

Hochschulverwaltung

Leiterin Marketing
(ab 01.06.2020)
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