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Forschung Promovenden
Forschungsförderung

Doktoranden der SRH Hochschule für Gesundheit

Marie Bernard Social determinants in obesity (working title)

  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Psychische Gesundheit und Psychotherapie, Master of Science
  • Institut/Einrichtung: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät
  • Status: Analyse abgeschlossen, Paper zur kumulativen Promotion bei Fachzeitschriften eingereicht (November 2018)
  • Kontakt: Marie Bernard, marie.bernard@srh.de

English Abstract:

Obesity is considered as a worldwide health issue, not only because of its health-related consequences, but also because of its impact on the social level due to stigma. One of the major limitations of existing understanding of stigma is that previous research somehow neglected key questions, such as where and why stigmatizing attitudes evolve, and how and by whom is stigma created and imparted. Identifying stigmatizing groups and their motivation might not only contribute to a more comprehensive understanding of stigma, but also improve the development of effective interventions.

Thus, the general aim of this dissertation project is to identify social groups that stigmatize and discriminate against those who are obese and moreover their motives. Moreover, it is aimed to investigate stigmatizing and discriminating behavior on an individual and structural level.

In a first step, existing research on weight discrimination and stigmatization among varying social status groups toward individuals with obesity was therefore reviewed, showing inconsistent and contradicting findings among varying countries. Thus, in the further process of internal research we aimed at identifying stigmatizing groups in Germany, only. In a second study, altruistic behavior toward people with and without obesity was examined by implementing an experimental approach. The findings of this experimental study neither revealed discrimination on an individual level nor among varying socioeconomic status. However, in a third study, public’s opinion toward health insurance contributions for people with and without obesity was assessed in order to investigate stigmatizing or rather discriminating attitudes on a structural level. Analyses revealed that participants claimed for an increased health insurance contribution rate for people with obesity compared to people with normal weight. In conclusion, weight discrimination and stigmatization could not be found on an individual level but therefore on a structural level.

 

 

Nils E. Bringeland - Relevanz und Evidenz der Narbentherapie im Rahmen der Physiotherapie

  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Physiotherapie, Bachelor of Science, ausbildungsintegrierend
  • Institut/Einrichtung: Universität Lübeck
  • Status: Die Delphi-Befragung wurde überarbeitet, Experten wurden kontaktiert, ein Cochrane-Review wird ab Januar 2019 ergänzend vorbereitet (Dezember 2018)
  • Kontakt: Nils E. Bringeland, nils.bringeland@srh.de  

Jedes Jahr entstehen tausende Narben, sei es durch Unfälle und/oder Operationen. Zumeist heilen diese komplikationslos ab, doch kommt es teilweise zu Funktionsstörungen durch das entstehende Narbengewebe.

Aktuellen Erkenntnissen nach können solche Funktionsstörungen sich vermutlich auch über anatomisch verbundene Meridiane („Anatomie trains“, „Myofasziale Ketten“) über große Strecken durch den Körper weiter tragen. Die Datenlage zu möglichen Behandlungsansätzen vonseiten therapeutischer Fachberufe ist jedoch bisher recht begrenzt. Die Arbeit soll klären, in wie weit Narbengewebe von therapeutischer Relevanz ist, und ob dieses nachweislich behandelt werden kann. Auch mögliche Auswirkungen von Narbengewebe auf die Funktion entfernter Gebiete soll untersucht werden. Die Arbeit gliedert sich in mehrere Schritte, um die Fragestellung zu beantworten. Nach einer Darstellung der Problematik von Narbengewebe wird eine Delphi-Umfrage durchgeführt, um den Goldstandard der Narbenbehandlung im deutschsprachigen Raum zu evaluieren. Sobald dieser identifiziert wurde, werden Patienten nach einer operativ versorgten Radiusfraktur zunächst über eine Sono-Elastographie befundet und danach in 2 Gruppen mit Goldstandard vs gerätegestützte Therapie behandelt, um den größeren Effekt (soweit vorhanden) zu beurteilen. Die Hauptuntersuchung zielt auf die Veränderung der Gewebeelastizität sowie der -struktur und -dichte ab. Es werden jedoch auch Nebenerhebungen wie Schmerz, Funktion etc. erhoben. Mit der effektiveren Therapie werden im dritten Schritt Patienten nach Achillessehen - Operation behandelt, nachdem das Bewegungsausmaß ihrer HWS über ein Motion-Capture-System festgehalten wurde. Der Hintergrund ist der Nachweis der sog. oberflächlichen dorsalen Linie nach Myers, welche die Plantaraponeurose über eine dorsale Verbindung mit dem Schädel konnektiert. Nach der Interventions-Serie wird beurteilt, ob die Behandlung des Narbengewebes an der Sehne einen Einfluss auf die Bewegungsfähigkeit hat. Zunächst wird erwartet, dass sich Weichteiltechniken, wie z. B. Massage, als Goldstandard der Narbenbehandlung darstellen lassen. Die erste Intervention wird voraussichtlich zeigen, welche Intervention sich besser eignet, um Narbengewebe zu behandeln. Der dritte Schritt wird zudem Aufschluss über die Vermutung geben, ob Narbengewebe sich über myofasziale Ketten auf die Funktion entfernter Strukturen/Funktionskomplexe auswirken kann, bzw. ob diese über eine Narbenbehandlung positiv beeinflusst werden können.

Julia König - Entwicklung von Therapiematerial für das Störungsbild erworbener Dyslexien im Rahmen eines konnektionistischen Sprachverarbeitungsmodells

  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Logopädie, Bachelor of Science, ausbildungsintegrierend
  • Institut/Einrichtung: Pädagogische Hochschule Heidelberg
  • Status: Materialerstellung (Dezember 2018) 
    • Konzeption, welche Daten erhoben werden müssen mit welchen statistischen Tests
    • Erhebung von Daten gesunder Probanden hinsichtlich Typikalität (n=20), Grad der Abstraktheit (n=20) und Erhebung von Merkmalsnormen (n=20) --> Auswertung der Daten für die Materialerstellung
  • Kontakt: Julia König, julia.koenig@srh.de

Schriftsprachstörungen, insbesondere Lesestörungen (sog. Dyslexien) können als Folge einer Hirnschädigung auftreten. Patienten, die an einer Dyslexie leiden, sind in ihrem Alltag erheblich eingeschränkt. Die therapeutischen Möglichkeiten sind bisher nicht ausreichend untersucht (Leff & Behrmann, 2008). Ziel des Promotionsprojektes ist es, anhand eines konnektionistischen Sprachverarbeitungsmodells Therapiematerialien abzuleiten und zu untersuchen, welche Vorhersagen das Modell für eine Dyslexietherapie machen kann und wie wirkungsvoll die neuen Materialien sind. In einem ersten Schritt soll Therapiematerial auf der Grundlage eines konnektionistischen Sprachverarbeitungsmodells erstellt werden. Zur Untersuchung der Fragestellung, welche Vorhersagen ein konnektionistisches Sprachverarbeitungsmodell zur Therapie der erworbenen Lesestörung machen kann und wie wirksam das Therapiematerial ist, das auf der Grundlage dieses Modelltyps abgeleitet wurde, soll eine Einzelfallserie mit ca. 14-20 Patienten erfolgen, die an einer Dyslexie nach einer Hirnschädigung leiden. Die Patienten werden anhand von Diagnostikergebnissen der entsprechenden Therapiegruppe zugeordnet und durchlaufen anschließend zwei Therapiephasen. Die Effektivität und Stabilität von möglichen Effekten soll in follow-up-Sitzungen erfolgen. Die Leistungen der Patienten werden vor der Therapie und nach der Therapie mittels Diagnostik, Baseline und follow-up-Messzeitpunkten als auch ungeübten Items erhoben, um mögliche Therapieeffekte nachzuweisen. Die sprachlichen Veränderungen der Patienten werden vor dem theoretischen Hintergrund von Netzwerkmodellen interpretiert und ggf. ein Vergleich zu seriell-orientierten Modellen angestellt.

Annette Rustemeier-Holtwick - Digital gestützte Lernformen in der Pflege: Professionsanspruch und Potenziale

Annette Rustemeier-Holtwick
  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Logopädie, Bachelor of Science, ausbildungsintegrierend
  • Institut/Einrichtung: In Planung
  • Status: Beginn der Dissertation in 2017; geplante Abgabe der Dissertation: Ende 2020
  • Kontakt: Annette Rustemeier-Holtwick, annette.rustemeier-holtwick@srh.de 

Ziel ist es zu eruieren, welchen Beitrag digital gestütztes Lernen für die Entwicklung einer lernenden Pflege leisten kann. Eine lernende Pflege ist charakterisiert durch das Aufgreifen neuer Erkenntnisse, Reflexion und produktives Nutzen derselben zur Weiterentwicklung der eigenen Praxis und (…) Qualität ihres Handelns. Die Aneignung von Wissen wird verstanden als selbstverständlichen Bestandteil professionellen Handelns (Schaeffer 2006 S. 2). Konkret soll geklärt werden, mit welchen Mitteln/Methoden der Lernprozess der Wissensaneignung unterstützt werden kann, was mit Blick auf die Weiterentwicklung der eigenen beruflichen Praxis hilfreiche Lernformen sind und was dazu beiträgt, das Lernen zum selbstverständlichen Bestandteil professionellen Handelns wird. Dabei ist zu eruieren, inwieweit und unter welchen Voraussetzungen das Format des digitalen Lernens den Prozess des Überführens von wissenschaftlichem Wissen in praktisch relevantes Wissen unterstützen kann. Untersucht werden soll auch, inwieweit dieses Lernformat in der Lage ist, individualisierte Lernstrategien und –konzepte zu verankern und welche durch das digitale Lernen geförderten Kompetenzen hilfreich für den Prozess der Anschlussfähigkeit der Berufsangehörigen sind. Um die Bedeutung der digitalen gestützten Lernformen für die Entwicklung einer lernenden Pflege zu erfassen, wird auf ein qualitativ ausgerichtetes Forschungsdesign zurückgegriffen (Mayring 2007). Konkret wird ein qualitatives Experiment mit einem anschließend stattfi ndenden Experteninterview kombiniert (Mayring 2007, Kleining 1986, Burkart 2010, Gläser u. Laudel 2010, Brinkmann, Deeke, Völkel 1995). Vorteil der Kombination dieser Methoden liegt darin, dass sich die Teilnehmenden in dem qualitativen Experiment durch die Anwendung digital gestützter Lernformate aktiv in einen Lernprozess begeben und von ihren individuellen Lernerfahrungen ausgehend explorieren bzw. reflektieren. Das qualitative Experiment wird als Laborexperiment geplant, in dem zwei bereits erprobte Micro-Learning-Einheiten als Formen des digital gestützten Lernens eingesetzt werden (Sieger et. al. 2015 S. 78 ff.). Titel der Micro-Learning-Einheiten sind: Wege zum neuen Wissen – eigene Anfragen an die Wissenschaft am Beispiel Umgang mit MRSA und Beratung als Methode der Entscheidungsfindung. »Schwester, ich hab da mal ‘ne Frage?«. Die im qualitativen Experiment erhobenen Deutungen, Sichtweisen und Einstellungen werden in den anschließenden Expertengesprächen vertieft. Das Theoretical Sampling besteht aus zwei Gruppen: Gruppe eins besteht aus berufserfahrenen Pflegefachkräften, die einen digital gestützten Weiterbildungsprozess mit dem Ziel des Transfers von Evidenz in die Pflegepraxis durchlaufen haben. Die Gruppe zwei (Vergleichsgruppe) setzt sich aus berufserfahrenen Pflegefachkräften zusammen, die sich derzeit in einen systematischen Weiterbildungsprozess befinden, jedoch keine Erfahrungen mit digital gestützten Lernformen haben.

Carolin Thiel - Evaluation einer Intervention zur Steigerung des Nachsorge-Nutzungsverhaltens von Rehabilitanden mit psychischen und Verhaltensstörungen

Carolin Thiel
  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Gesundheitspsychologie, Bachelor of Science
  • Institut/Einrichtung: Martin-Luther-Universität-Halle/Wittenberg, Medizinische Fakultät
  • Status: Abschluss der Haupterhebung und Auswertung der zweiten Teiluntersuchung (März 2019)
  • Kontakt: Carolin Thiel, carolin.thiel@srh.de 

Die psychosomatische Rehabilitation umfasst den zweitgrößten Anteil an allen Rehabilitationsbehandlungen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern in der psychosomatischen Rehabilitation zählen insbesondere Depressionen, Angststörungen, somatoforme Störungen, Essstörungen und Zwangsstörungen. Diese psychischen Störungen können aufgrund ihres oft über Jahre persistierenden Verlaufs eine starke Beeinträchtigung der Aktivitäten und Teilhabe am Erwerbsleben mit sich bringen und das Risiko eines dauerhaften Verlusts der Erwerbsfähigkeit der Betroffenen erhöhen. Eine ambulante Reha-Nachsorge, die sich einer stationären psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung anschließt, soll das Risiko rezidivierender Störungsverläufe langfristig reduzieren und einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben unterstützen. Das primäre Ziel der Untersuchung ist die Evaluation des Nachsorge-Nutzungsverhaltens der ambulanten Reha-Nachsorge von Rehabilitanden mit psychischen und Verhaltensstörungen. Die Untersuchung gliedert sich in ein zweistufiges qualitatives Forschungsdesign, welches mit Hilfe teilstrukturierter leitfadengestützter Experteninterviews umgesetzt wird. Als Experten gelten hierbei Gruppenleiter der ambulanten Reha-Nachsorge in Mitteldeutschland (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Im ersten Schritt soll es darum gehen, zu eruieren, wie die Experten aus dem Reha-Bereich die Qualität der ambulanten Reha-Nachsorge einschätzen und wo genau ein Optimierungsbedarf zu sehen ist. Zusätzlich liegt der Fokus auf möglichen Gründen, die zu einem Abbruch der ambulanten Reha-Nachsorge seitens der Patienten führen. Im zweiten Schritt folgt eine erneute Interviewrunde, in der den Gruppenleitern vorab ein Interventionstool (Interventionstagebuch) zur Stärkung der Compliance der Patienten vorgestellt wird, dessen (Aus-)Wirkung auf die Teilnahme an der ambulanten Reha-Nachsorge und die Möglichkeiten der Implementierung im therapeutischen Setting eingeschätzt werden soll. Die gesammelten Daten beider Erhebungen werden mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring aufbereitet und ausgewertet. Die Ergebnisse der ersten Teiluntersuchung zeigen, dass alle Befragten Experten, die ambulante Reha-Nachsorge als ein wichtiges Instrument zur Stabilisierung des in der stationären Heilbehandlung erreichten Rehabilitationsergebnisses sehen, um dieses nachhaltig im Alltag und insbesondere im Berufsleben zu verankern. Die Durchschnittliche Abbruchrate der ambulanten Reha-Nachsorge liege bei ca. 15 Prozent, was vor allem auf strukturelle Gründe zurück zu führen sei. Darin sehen die befragten Experten zugleich den größten Optimierungsbedarf, so fehlt es u. a. an flächendeckenden regionalen Reha-Nachsorge-Angeboten und einem adäquaten Management der Zugangswege stationären ins ambulante Setting. Die Ergebnisse der zweiten Teiluntersuchung stehen derzeit noch aus.

Natascha-Alexandra Weinberger - Body image and obesity (working title)

  • MitarbeiterIn des Studiengangs: Psychische Gesundheit und Psychotherapie, Master of Science
  • Institut/Einrichtung: Universität Leipzig, Medizinische Fakultät
  • Status: Vorbereitung des dritten Artikels
  • Kontakt: natascha-alexandra.weinberger@srh.de

English Abstract:

Individuals with obesity are not just vulnerable to physiological impairment, but face negative psychological consequences as well. Due to its high prevalence and thus overlap in affected individuals in the population with obesity, depression has been of particular interest regarding potential negative psychological consequences. Next to the degree of obesity and social class, negative body image is considered as a potential mediator of the relationship between obesity and depression. However, since not all individuals with obesity are equally vulnerable to psychological impairment and discontent with one’s body shape, size or weight is widespread among normal-weight individuals as well, identifying which individuals with obesity are at risk is particularly important for improving prevention and treatment efforts. Our findings contribute to existing research on the topic in several ways: The review serves as a current overview of the ongoing research and systematically explores the degree of body satisfaction in individuals with obesity compared to normal-weight individuals. In addition, gender differences in body image across studies were analysed. The findings underlined the severity of negative body image among individuals with obesity and especially among women. Moreover, in our second article we were able to analyse data of a large population based sample of men and women with obesity. Since the majority of research on the topic has been conducted in English-speaking countries and has largely focused on women in the past, our study provides evidence for the importance of body image in the relationship between obesity and depressive symptoms in individuals with obesity in Germany and adds to the still growing literature on the nature of body image in men with obesity.