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Evaluation des Instrumentariums Mini-ICF-APP-W zur Beschreibung psychisch relevanter Fähigkeitsanforderungen bei der Arbeit - Evaluation of the Mini-ICF-APP-W for description of psychological capacity demands at work

Prof. Dr. Beate Muschalla, Projektleitung
  • ProjektleiterIn: Prof. Dr. Beate Muschalla
  • Beteiligte MitarbeiterIn: cand.-psych. Linda Meinel, cand.-psych. Laura Dietrich

Deutsches Abstract:

Im Sinne der modernen Beschreibung von Gesundheitsproblemen (ICF, WHO, 2001) ist eine Beeinträchtigung die Resultante aus „Fähigkeit“ und „Kontext“. Zur Beschreibung von Arbeitsgesundheit und Arbeitsfähigkeit bedarf es neben einer gleichzeitigen Erfassung von Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters auch einer Beschreibung der Fähigkeitsanforderungen des konkreten Arbeitsplatzes (Arbeitsunfähigkeitsrichtlinie, GBA, 2014). Bislang fehlt ein in der Praxis handhabbares Instrument zur prägnanten Beschreibung psychischer Arbeitsfähigkeitsanforderungen. Im Bereich der Sozialmedizin hat sich das Mini-ICF-APP (Linden et al., 2015, 2015) als ein Standardverfahren etabliert (DRV, 2012; DGPM, 2012; SGVP, 2012; Schneider et al., 2012), um psychisch relevante Fähigkeiten eines Menschen zu beschreiben. Es erlaubt als Fremdratinginstrument auf 13 Fähigkeitsdimensionen den Fähigkeitsstatus und ggf. Fähigkeitsbeeinträchtigungen des Menschen zu erfassen. Von der Mini-ICF-APP-Arbeitsgruppe wurde inzwischen auch in einer Pilotstudie eine erste Version des Mini-ICF-APP-W erarbeitet (Muschalla, 2015), das auf denselben Fähigkeitsdimensionen die Fähigkeitsanforderungen eines Arbeitsplatzes erfasst. In dieser Pilotstudie wurden Patienten einer somatischen Rehabilitationsklinik interviewt. Die Untersuchung umfasste zunächst eine Auswahl an Fähigkeitsdimensionen.

Studienziel: Das Instrumentarium (Mini-ICF-APP-W) soll auf oben beschriebene Pilotstudie aufbauend an einer unabhängigen nicht-klinischen Stichprobe evaluiert werden. Es sollen die Fähigkeitsdimensionen ergänzt werden, die in der Pilotstudie keine Berücksichtigung finden könnten. Eine strukturierte Erhebung von arbeitsrelevanten psychischen Fähigkeiten und wahrgenommenen Arbeitsanforderungen ist von großer Bedeutung für

(a) das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM),
(b) die gesetzlich geforderte psychische Gefährdungsbeurteilung,
(c) eine präventionsorientierte Personalauswahl,
(d) Interventionen bei Mitarbeiter_innen mit psychischen Problemen,
(e) das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM),
(f) die Planung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) für Menschen mit chronischen psychischen Beeinträchtigungen. Das Mini-ICF-APP-W wird daher nach erfolgreicher Evaluation von Interesse für diese Anwendungsgebiete sein.

Dieses Projekt ist ein Teilprojekt im Rahmen des Forschungsprogramms zu arbeitsbezogenen psychischen Problemstellungen und (Arbeits)fähigkeitsfragen der Antragstellerin (vgl. Webseite). Im Kontext der Gesundheitsforschung der SRH handelt es sich um ein Projekt an der Schnittstelle zwischen Gesundheitspsychologie, Klinischer und Arbeitspsychologie. Studierende aller drei Fächer können sowohl im Rahmen der geplanten Qualifikationsarbeiten profitieren, oder auch von den Ergebnissen und den sich im Rahmen des Projekts ergebenden neuen Vernetzungen mit Organisationen.


Laufzeit: WiSe 2017-18 (Bewilligung) bis SoSe 2018 (Untersuchungsdurchführung)

Kontakt: Prof. Dr. Beate Muschalla, beate.muschalla@srh.de 

Studiengang: Gesundheitspsychologie, Bachelor of Science

Finanzierung: Interne Forschungsförderung