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Armkrafttraining in der subakuten Phase nach Schlaganfall. Eine randomisierte kontrollierte Studie. Upper limb strength training in subacute stroke patients. A randomised controlled trial.

Jan Mehrholz
Prof. Dr. habil. Jan Mehrholz, Teil der Projektleitung

Deutsches Abstract:

Hintergrund: Nach einem Schlaganfall leiden die Betroffenen infolge einer Armlähmung häufig an motorischen Beeinträchtigungen und sind von der Unterstützung Angehöriger oder medizinischen Personals abhängig. Eine effektive Rehabilitation ist daher sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene von großer Bedeutung. Ein gängiges Verfahren zur Behandlung funktioneller Einschränkungen durch Paresen ist progressives Widerstandstraining. Dadurch wurden in randomisierten kontrollierten Studien bedeutende funktionelle Veränderungen erzielt. Aufgrund der derzeitigen Studienlage ist jedoch keine Aussage zur Effektivität dieses Trainings im subakuten Krankheitsstadium möglich. Deshalb ist das Ziel unserer Studie, Sicherheit und Effektivität von Armkrafttraining in der subakuten Phase nach Schlaganfall zu untersuchen.

Methodik: Wir planen in unserer neurologischen Rehabilitationsklinik eine prospektive, randomisierte kontrollierte Studie mit verblindeten Untersuchern, welche Patienten nach Schlaganfall im subakuten Krankheitsstadium untersucht. Es erfolgt eine zufällige und verborgene Zuordnung der Patienten zu einer von zwei Trainingsgruppen (im Verhältnis 1:1). Zusätzlich zur Standard-Rehabilitation erhält die Interventionsgruppe ein intensives und progressives Armwiderstandstraining und die Kontrollgruppe erhält ein Armtraining geringer Intensität (drei Mal pro Woche, über drei Wochen, jeweils 60 Minuten Trainingszeit, insgesamt neun Trainingseinheiten). Die Standardrehabilitation für den Arm umfasst Mobilisation, Dehnung, Lagerung, arm- und handmotorisches Training, Kräftigungsübungen, roboter- bzw. gerätegestütztes Funktionstraining und Aktivitätentraining. Die primäre Zielvariable ist die Griffkraft – ein bedeutender Prädiktor für die funktionelle Erholung. Die sekundären Endpunkte werden mit der Modified Ashworth Scale, dem Motricity Index, dem Fugl-Meyer-Assessment für die obere Extremität, dem Box & Block Test und der Goal Attainment Scale beurteilt. Die Zielvariablen werden zu Beginn und unmittelbar nach drei Wochen Training von verblindeten Untersuchern erhoben. Außerdem werden Dropout-Raten und das Auftreten von unerwünschten Nebeneffekten dokumentiert. Basierend auf unseren Berechnungen benötigen wir einen Stichprobenumfang von 78 Patienten.

Diskussion: Mit dieser Studie soll die Evidenzlücke für Effekte eines Armkrafttrainings bei Patienten nach Schlaganfall im subakuten Stadium geschlossen werden. Die Ergebnisse dieser Studie können einen robusten Beweis für Wirkung und Sicherheit dieses Trainings bieten. Die Studie wird vor Rekrutierung des ersten Patienten im deutschen Register für klinische Studien registriert.


Laufzeit: 01.05.2017-31.05.2018

Kontakt: Prof. Dr. habil. Jan Mehrholz, jan.mehrholz@srh.de 

Studiengang: Neurorehabilitation, Master of Science

Finanzierung: Interne Forschungsförderung