Die Logopädie in der modernen Welt

Vermittlung von Wissen, Fertigkeiten, Kompetenzen und Fähigkeiten an der SRH Fachhochschule in Gera
Der ausbildungsintegrierte Bachelorstudiengang vermittelt einerseits Kompetenzen in medizinischen und sprach-, verhaltens- und sozialwissenschaftlichen Grundlagenfächern und andererseits theoretische und praktische Fachkompetenzen in den logopädischen Fachgebieten der Stimm-, Sprech, Sprach-, Schluck- und Hörstörungen. Ein fachspezifischer Schwerpunkt des Studiums liegt bei den Störungen des Erwerbs der Laut- und Schriftsprache einschließlich der Störungen des Redeflusses. Dabei erfolgt auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung, Durchführung und Effektivität von Sprachförderprogrammen für spät sprechende Kinder (Late Talker). Dem Studierenden soll dadurch die Möglichkeit eröffnet werden, im späteren Beruf in der Kinderprache nicht nur therapeutisch sondern auch in einem Bereich der gesundheits- und sozialpolitisch geförderten Prävention tätig zu werden. Ein weiterer fachspezifischer Schwerpunkt liegt bei den neurogenen Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen und berücksichtigt auch fachübergreifende Kenntnisse aus den Bereichen der Neuropsychologie und Gerontopsychiatrie. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass die komplexe moderne neurologische Rehabilitation zunehmend interdisziplinär erfolgt und durch die Änderung der Altersstruktur der Bevölkerung vermehrt multimorbide Patienten behandelt werden müssen, die neben den klassischen logopädischen Störungsbildern zusätzlich andere Symptome neuropsychiatrischer Erkrankungen aufweisen. Die Auseinandersetzung mit fachübergreifenden Erkenntnissen der Neurowissenschaften erweitert nicht nur das Faktenwissen der Studierenden, sondern ermöglicht auch einen Wissenstransfer und die selbstständige und aktive Entwicklung neuer therapeutischer Interventionen. Darüber hinaus werden in dem Studiengang wissenschaftliche Kompetenzen erworben, die nicht nur unabdingbare Voraussetzung für die Anfertigung einer Bachelorarbeit sind, sondern den Studierenden auch befähigen, nach seinem Studium wesentliche Informationen zu erkennen, zu bewerten und umzusetzen und dadurch fachlich auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Entwicklung zu bleiben. Die Veränderungen im Gesundheitssystem erfordern heute zusätzlich eine berufsfeldbezogene Managementkompetenz, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gesundheitsmarkt zu erhöhen. Deshalb werden dem Studierenden neben medizinrechtlichen Grundlagen und betriebswirtschaftlichen Basiskenntnissen erweiterte Kenntnisse über Gesundheits- und Sozialsysteme, Organisationspsychologie, Projektmanagement, Moderation und Präsentation vermittelt.
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